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Berichte für das laufende Jahr:

Die Jugend zeigt, was sie kann - Kaffeekonzert 2019
Ein "absolutes kulturelles Aushängeschild"
Seit 145 Jahren steht die Blasmusik hoch im Kurs
Der Name "Straub" bürgt für Qualität
Mehr als 1000 Musikanten feiern

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Ein beeindruckendes Bild: Mehr als 1000 Musikanten auf dem Festplatz in Hohenroth, vor dem idyllischen See und der Pfarrkirche. Foto: Brigitte Chellouche Mehr als 1000 Musikanten feiern

Zum Doppeljubiläum richtet der Musikverein Hohenroth ein imposantes Kreismusikfest aus. Die Sonne strahlt dabei mit den Musikern um die Wette.

Der Gemeinschaftschor ist immer einer der Höhepunkte eines Kreismusikfestes. In Hohenroth konnte man diesmal erleben, wie imposant es sich anhört, wenn mehr als eintausend Musiker gemeinsam die Bayernhymne und das Deutschlandlied spielen und dann zu Ehren des gastgebenden Musikvereins ihre Instrumente in die Höhe heben. Und alles noch bei herrlichstem Sommerwetter, mit der Kirche und dem See im Hintergrund.

Zum Festzug durchs Dorf zogen mehr als 50 Kapellen aus der gesamten Region bis in weiter entfernte Lande, darunter auch Fanfarenzüge und Spielmannszüge. Dabei waren auch alle Hohenröther Vereine, die Kindergärten aus Hohenroth und Windshausen, die Lebenshilfe und mit Helau-Rufen machte sich die Burgelf aus Burglauer bemerkbar. Die Zuschauer am Straßenrand zeigten sich beeindruckt und klatschten begeistert Beifall.

Mitreißende Blasmusik rundet das Fest ab

Es ist ein großes Fest, das hier vom Musikverein Hohenroth auf die Beine gestellt wird. Doch es gibt auch einen berechtigten Grund dafür, nämlich das Doppeljubiläum 40 Jahre Musikverein Hohenroth und 145 Jahre Blasmusiktradition zusammen mit dem Kreismusikfest.

Salutschüsse zu Ehren des Musikvereins Hohenroth feuerten die Schützen aus Kirchheim bei München ab. Foto: Brigitte Chellouche Bereits Ende April fand der Kommersabend statt. Das Festwochenende begann am Samstag mit einem feierlichen Festgottesdienst, es folgte die Kirchenparade zum Festzelt. Der imposante Festzug am Sonntag mit über 50 Kapellen und Vereinen rundete das große Fest mit mitreißender Blasmusik ab. Seine Freude über die Teilnahme der vielen Kapellen und Besucher drückte Elmar Straub, Vorsitzender des Musikvereins Hohenroth, in einem Dankeswort aus. Stellvertretender Landrat Josef Demar zeigte sich darüber genauso begeistert wie Bürgermeister Georg Straub und Renate Haag, Kreisvorsitzende des NBMB.

Mit großer Freude dirigierten die beiden Kreismusikdirigenten Adrian Blümm und Johannes Ebert abschließend den Eintausend-Musiker-Gemeinschaftschor. Bevor dann die Schützen der Schützengesellschaft Kirchheim bei München drei Salutschüsse zu Ehren des Musikvereins Hohenroth abfeuerten. Ausschnitt aus der Rhön-u.Saalepost vom 21. Mai 2019, von Brigitte Chellouche


Die Kapelle im Jahr 1957. Foto: Archiv Musikverein Hohenroth Der Name "Straub" bürgt für Qualität

"Viermal Straub als Vorsitzende des Musikvereins Hohenroth. Der Name bürgt für Qualität". Diese süffisante Bemerkung des stellvertretenden Landrates Josef Demar in seiner Gratulationsrede erzeugte ein fröhliches Raunen unter den Besuchern in der Sporthalle von Hohenroth.

Zum Festkommers hatte der Musikverein Hohenroth in die Sporthalle geladen. Galt es doch gleich zwei Jubiläen zu feiern. Zum ersten gibt es den Musikverein Hohenroth seit 40 Jahren, zum Zweiten besteht seit 145 Jahren eine Blasmusiktradition in Hohenroth. Elmar Straub, Vorsitzender des Musikvereins, freute sich sehr über ein volles Haus. Mehr als 200 Personen waren der Einladung gefolgt, um mit dem Musikverein zu feiern.

Der Name "Straub" bürgt für Qualität

Den Gratulationsreigen begann Bürgermeister Georg Straub mit seiner Rede. Er sei einer der vier Straubs, die den Musikverein geleitet hätten, begann er. Es habe ihm sehr viel Freude bereitet. Daher kämen seine Glückwünsche auch von Herzen. Der Musikverein sei das kulturelle Aushängeschild der Gemeinde. Die Konzerte seien hochwertig, der Zusammenhalt groß. Dies sei der Leitung und der Vorstandschaft zu verdanken. Ganz vorne stünde die musikalische Ausbildung der Jugend, dafür sei man sehr dankbar. Mit den Wünschen für schöne Festtage beim Kreismusikfest beendete Georg Straub seine Rede.

Im Namen des Landkreises gratulierte stellvertretender Landrat Josef Demar zu den beiden Jubiläen. "Sie sind es wert, gefeiert zu werden." Schön sei es, zu sehen, dass im Musikverein jüngere und ältere Musiker zusammenspielen. Der Hohenröther Musikverein sei ein Aushängeschild des Landkreises. Die Gemeinde könne stolz sein. Zudem bürge ja der Name Straub für Qualität, bemerkte Demar, nachdem die vier Vorsitzenden Karl, Christa, Georg und Elmar alle diesen Nachnamen trügen.

Blasmusik hat seit 145 Jahren einen festen Platz im Ort

"Musik ist die beste Art der Kommunikation", sagte Renate Haag, Vorsitzende des Kreisverbandes Rhön-Grabfeld im Nordbayerischen Musikbund, in ihrem Grußwort. Musik als Botschafterin träfe immer auf fröhliche Menschen. Blasmusik habe seit 145 Jahren einen festen Platz in Hohenroth. Zudem vermittle der Musikverein seit 40 Jahren traditionelle Werte in der Musik.

Gemeinschaftliches Aufeinander Hören und Aufeinander Achten stünden im Vordergrund. "Ein Dorf ohne Musikkapelle ist kein richtiges Dorf", sagte Haag. Sie dankte den Hohenröthern Musikern für die Ausrichtung des Kreismusikfestes im Rahmen der beiden Jubiläen.

Taktstock wechselte innerhalb der Musikerfamilien

Für die Hohenröther Vereine gratulierte Karl-Heinz Straub. Für die Pfarrei beglückwünschte Pastoralreferent Christian Klug den Musikverein. Es sei ein eindrucksvolles Orchester mit wunderbaren Konzerten. Er dankte für die musikalische Bereicherung bei Prozessionen, Bittgängen und in der Kirche. Ferner erinnerte er an den verstorbenen Pfarrer Karl-Heinz Mergenthaler, der ein begeisterter Fan der Hohenröther Musiker war.

Dieses Foto zeigt die Kapelle im Jahr 1975. Foto: Archiv Musikverein Hohenroth Für Vorsitzenden Elmar Straub war es ein Bedürfnis, die Chronik vorzutragen. So ist von den ältesten Ortsbürgern und Vätern ehemaliger Musikanten durch mündliche Überlieferung bekannt, dass bereits im Jahr 1873 beim Türmer im Hohntor von Bad Neustadt die Herren Anselm Kaiser, Markus Reubelt und Martin Roßhirt das Musizieren auf Blasinstrumenten erlernt haben. Bis zum Ende der 1960er-Jahre blieb die Zahl der Musikanten stabil. Wie so oft wechselte der Taktstock innerhalb der Musikerfamilien vom Vater zum Sohn. Rudi Roßhirt übernahm von seinem Vater Anton. Der erste Auftritt der Nachwuchsmusiker erfolgte am Palmsonntag 1971 in der Kirche. Ab 1976 übernahm der ausgebildeter Musiker Ernst Wolf die Ausbildung, ab Mai 1979 auch die Stabführung. Die Vereinsgründung erfolgte im Mai 1979 und die Umbenennung in Musikverein Hohenroth.

Nachwuchs-Ausbildung ist dem Verein sehr wichtig

Am 9. Mai 1982 wurde dem Verein durch den damaligen Bundespräsidenten Karl Carstens die "Pro Musica Plakette" für über 100-jährige Blasmusiktradition im Ort verliehen. Unter Ernst Wolf begannen die Musiker, ihr Repertoire um konzertante Musik zu erweitern. Nach Ernst Wolf kam Alfred Mauer im Jahr 1988. Auf ihn folgte Matthias Beno in das Dirigentenamt. Erfolgreiche Teilnahmen an Wertungsspielen waren ein Beleg für gute Arbeit. Von 1996 bis 2006 leitete Thomas Eckert, Musiklehrer an der Kreismusikschule, das Orchester. Unter seiner Leitung wurden konzertante wie auch unterhaltende Musik ausgebaut.

Im Jahr 2006 übernahmen vorübergehend Erich Renner und Jürgen Weyer das Dirigat. Ab 2007 dirigierten Trompeter und Musikdozent Richard Carson Steuart sowie in den Jahren 2010 bis 2012 Michael Botlik das Orchester. In den Jahren 2008 und 2009 und seit Mitte 2012 steht Michael Baumgart vor dem Großen Orchester und übernimmt die Rolle des Dirigenten bis zum heutigen Tag. Er ist ein Eigengewächs aus den Reihen des Musikvereins und gehört dem Verein seit Kindesbeinen an. Neben dem großen Orchester leitet Michael Baumgart auch das Vororchester, das Jugendensemble und das Jugendblasorchester, um für die zahlreichen Nachwuchsmusiker eine angemessene Übungsplattform zu bieten. Viele Jahrzehnte hat der Verein auf die Ausbildung des Nachwuchses besonderen Wert gelegt, um auf die heutige Größe von etwa 50 Musikanten anzuwachsen.

Ein stabiler Klangkörper ist entstanden

Als besonderer Glücksfall erwies sich der Umbau des Bauhofes zum Musikheim und Probenraum des Vereins. Als besonderer Höhepunkt gilt auch heute noch der erste Rang mit Auszeichnung beim Wertungsspiel der Oberstufe in Willanzheim in 2013. Noch dazu, dass Pfarrer Karl-Heinz Mergenthaler als größter Fan der Musiker ein geborener Willanzheimer war. Durch die Generationenübergreifende Struktur der Kapelle, es musizieren Musiker zwischen 12 und 60 Jahren, ist ein stabiler Klangkörper entstanden, der hoffen lässt, den Verein auch in den kommenden Jahren mit der Kontinuität der Vergangenheit fortführen zu können.

Nicht ohne schmunzelnd auf die Kuriosität hinzuweisen, verlas Elmar Straub dann die Namen der Vorsitzenden seit der Gründung im Jahre 1979: Karl Straub von 1979 bis 1996, Christa Straub von 1996 bis 1998, Georg Straub von 1998 bis 2013, Elmar Straub von 2013 bis heute: "Alle nicht verwandt oder verschwägert."

Frank Ehret schrieb einen Jubiläumsmarsch

Am Ende des Festkommers dankte Elmar Straub allen passiven Mitgliedern und betonte, ohne diese 472 Personen und deren Unterstützung würde es den Musikverein Hohenroth nicht geben. Dies zeige auch die große Anzahl der Ehrungen von 170 Personen, die dem Verein 25 Jahre und mehr die Treue halten, das ist aller Ehren wert. Sein Dank galt jedoch auch allen aktiven Musikanten. "Wir machen weiter so und spielten Musik. Es macht sehr viel Spaß."

Als Erinnerungsgeschenk für alle schrieb Frank Ehret den Marsch "Jubelzeit - Festlichkeit", bearbeitet wurde er von Frank Watz. Mit diesem Lied, gespielt von den Hohenröther Musikern und dem Musikverein Hohe Rhön Wüstensachsen unter der Leitung von Michael Baumgart, der auch den ganzen Festabend musikalisch begleitete, endete der Festkommers zum Doppeljubiläum 40 Jahre Musikverein Hohenroth und 145 Jahre Blasmusiktradition

Ausschnitt aus der Rhön-u.Saalepost vom 7. Mai 2019, von Brigitte Chellouche Weitere Bilder...


Das Foto zeigt alle geehrten Mitglieder des Musikverein Hohenroth. Foto: Robert Wagner Seit 145 Jahren steht die Blasmusik hoch im Kurs

Zu jedem Festkommers gehören Ehrungen langjähriger und verdienter Mitglieder. Neben Vorsitzendem Elmar Straub nahmen diese Auszeichnungen Renate Haag, Kreisvorsitzende des NBMB und der Ehrenkreisvorsitzende Helmut May vor. Sie überreichten die Ehrennadeln des NBMB mit Urkunde. Vorsitzender Elmar Straub gab einen Ausblick auf den Festverlauf am Wochenende des 18. bis 20. Mai 2019, wobei er 40 Musikkapellen und 14 Vereine für den Festzug am Sonntag ankündigte.

Am Samstag, 18. Mai, um 18 Uhr findet ein Festgottesdienst mit dem Musikverein Großbardorf statt, anschließend führt die Kirchenparade zum Festplatz. Ab 20 Uhr unterhalten die Wülfershäuser Musikanten im Festzelt. Der Sonntag, 19. Mai, beginnt um 10 Uhr mit einem Weißwurstfrühstück, musikalische Unterhaltung bietet das Nachwuchsorchester, um 11.30 Uhr gibt es Mittagessen. Der Höhepunkt der Jubiläen und des Kreismusikfestes ist der Festzug mit 40 Musikkapellen und 15 Vereinsabordnungen. Er führt von der Poststraße durch das Dorf über die Hauptstraße bis hin zum Festplatz. Und er endet mit dem Gemeinschaftschor von 1000 Musikanten. Extra aus Kirchheim bei München kommt die Schützengesellschaft, um einen Ehrensalut für den Musikverein Hohenroth zu schießen. Ab 14.30 Uhr unterhält die Trachtenkapelle Frankenheim im Zelt. Von 18 Uhr bis 22 Uhr steigt dann die Stimmung mit den Hergolshäuer Musikanten. Festausklang ist am Montag, 20. Mai, ab 18 Uhr mit Klingend B-lech, dazu wird ab 17 Uhr Kesselfleisch angeboten.

Frank Ehret und Hermann Wetteskind musizieren seit 50 Jahrn beim Musikverein Hohenroth. Foto: Brigitte Chellouche

Ehrungen für Mitglieder